Fr

25

Feb

2011

Versicherung für Hochzeitsfotografen

In ihrem Artikel "Wedding Photographers: Are you insured?" auf Digital Photography School beschreibt Elizabeth Halford 3 Horror-Szenarien, die einem Hochzeitsfotografen passieren könnten. - Ich stimme nicht mit ihr überein, finde die Fragestellung aber durchaus richtig und wichtig. Was kann alles schiefgehen und wie gehe ich als Fotograf damit um?

  1. Speicherkartenfehler: Ich fotografiere grundsätzlich immer auf zwei Karten gleichzeitig. Die Idee mit vielen kleinen Karten herumzulaufen ist für mich eher unpraktisch und hinderlich. - Auf einer Hochzeit und auf vielen anderen Veranstaltungen entstehen spannende Momente meist in rascher Abfolge. - Da möchte ich nicht ständig mit dem Wechsel von Speicherkarten beschäftigt sein.
  2. No-Show: In diesem Punkt stimme ich mit der Autorin überein - es kann immer etwas passieren. - In meinen Verträgen vereinbare ich mit dem Brautpaar eine gegenseitige Verzichtserklärung im Falle höherer Gewalt. Fällt die Hochzeit aus wichtigem Grunde aus, so verzichte ich auf mein Honorar. Sollte ich tatsächlich aufgrund eines Unfalls oder starker Krankheit kurzfristig ausfallen so bemühe ich mich einen geeigneten Kollegen für den Auftrag aufzubieten.
  3. Regen? - Wollen wir es nicht hoffen. Aber wenn es so sein sollte - was soll's? - Das ist doch noch lange kein Grund keine tolle Hochzeitsfotos zu machen. Und durch den Regen werden diese etwas wirklich besonderes. Wenn es ein paar trockene Locations hat, werden wir diese selbstverständlich nutzen und in das Shooting integrieren. Im Fall der Fälle habe ich immer ein paar Schirme im Auto, so dass Anzug, Kleid und Frisur den Fototermin unbeschadet überstehen.


Am Ende des Artikels empfiehlt die Autorin eine Versicherung, die bei etwaigen Ausfällen die Kosten für eine Wiederholung (???) der Hochzeit übernimmt. E. Halford argumentiert, dass eine solche Versicherung sicher nie in Anspruch genommen würde, aber den Kunden ein Gefühl von Sicherheit und Professionalität vermitteln würde. Ich würde mich freuen den ein oder anderen Kommentar zu diesem Vorschlag zu lesen. - Fühlen Sie sich als Kunde sicherer, wenn ich als Fotograf eine solche Versicherung mit anbiete?
Die Mehrkosten für eine solche Versicherung wird Ihnen jeder Fotograf weiter verrechnen, im Falle eines Ausfalls kann die Versicherung daran aber auch nichts ändern. Nach Vereinbarung biete ich Ihnen stattdessen an, einen zweiten Fotografen auf Hot-Standby zu haben. - Dieser bekommt einen kleinen Obulous dafür, dass er sich den Termin Ihrer Hochzeit freihält und im Fall des Falles einspringt.

 

Ich bin sehr gespannt auf Ihre und Eure Kommentare.

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